Wie de Samichlous de Schlitte verlore het![Drucken / PDF]

Es war am Heiligabend, in einer grossen Stadt so um die Mittagszeit. Eben hatte es geschneit. Nikolaus kam schwer bepackt aus dem Spielwarenhaus. Er stapfte auf den Parkplatz zu, wo er seinen Schlitten mit den Tieren Elkie und Renie abgestellt hatte. Doch was war das? "Heiliger Eiszapfen!" "Wo ist mein Schlitten?" rief Nikolaus. Doch das Gefährt war spurlos verschwunden"Ja gibt's denn so was. Ausgerechnet heute im letzten Moment. Die armen Kinder, wie soll ich jetzt die Geschenke verteilen? Strassenbahn oder Bus nehmen?" Doch diese waren alle ganz voll mit Leuten und die hatten alle viele Pakete. Da Nikolaus ein bisschen pummelig ist, war es einleuchtend, dass er mit den prall gefüllten Säcken keinen Platz finden würde. "Mal überlegen..." und er marschierte den Häusern entlang. Und plötzlich, vor dem Schaufenster eines anderen Ladens fiel er fast aus seinen Stiefeln. Da stand der Schlitten, (er erkannte ihn sofort an den Kratzern und Beulen die er in den vielen Jahrzehnten abgekriegt hatte) hübsch dekoriert mit Weihnachtsschmuck und vielen bunten Paketen.

"Beim Eisbärbart" dachte der Nikolaus "was jetzt?" Der Schlitten war da. Aber er konnte ihn ja nicht gut allein ziehen. Also musste er zuerst Elkie und Renie suchen. Von denen fehlte jede Spur trotz Schnee. Ihm war ziemlich niko-lausig zu Mute.

"Ich muss die beiden finden und zwar vor Ladenschluss." Er schnappte sein Gepäck und eilte los. Strasse um Strasse, die vielen Leute die unterwegs waren befragend. Niemand wusste was.

Als er ziemlich ausser Atem beim grossen Stadtpark ankam, hüpfte ihm ein kleiner Junge entgegen.

"Du sag mal hast du zufällig zwei komische Tiere gesehen, die nicht hier hin gehören?"

"Ja" sagte der Knirps- "Da zwischen den Bäumen stehen sie. Hab mich schon gewundert. Die gibt's nicht mal in unserem Zoo." Und hüpfte weiter.

"Danke mein Sohn." Sagte Nikolaus und ging ziemlich gereizt auf die Baumgruppe zu. Beim verflixten Schneehuhn, was habt ihr euch dabei gedacht?"

Eikle und Renie zuckten zusammen, kriegten rote Ohren und liessen die Köpfe hängen. " Na ja, äh, ja also, wir haben vorhin beim vorbeigaloppieren den Park, den Schnee und die Bäume gesehen und kriegten Heimweh. Und wir sind schon Wochen unterwegs und... und drum sind wir ausgerissen."

"So, so Heimweh, ihr könnt von Glück sagen, dass meine Rute im Schlitten liegt. Oh Gottogott, der Schlitten, der Ladenschluss. Hopp hopp, wir müssen uns beeilen." Er belud die Tiere und machte sich stracks auf seine Socken, ach was, Stiefel natürlich. Zwei Minuten vor Ladenschluss stand er vor dem grossen Eingang des Warenhauses. Eine Dekorateurin war gerade dabei zu zuschliessen.

"Halt, halt" sagte Nikolaus "Sie haben da was das mir gehört und dringend gebraucht wird!" Das Mädchen öffnete und sagte: "Oh, Entschuldigung, ich hatte zu wenig Deko-Material und da der Schlitten so allein und übrigens so ramponiert dastand dachte ich

"Schon gut," sagte der Nikolaus, holte den Schlitten raus, packte seine Sachen rein und schnallte Elkie und Renie davor.

Doch bevor er davon rauschte, blinzelte er drei Mal zum Schaufenster, dann war er weg. Die arme Dekorateurin schloss die Tür und dachte darüber nach wie sie nach Feierabend nochmals Material kriegen sollte.

Plötzlich sah sie, dass es schneite. Aber nicht etwa draussen, sondern drin im Schaufenster! Die vielen weissen Schnipsel formten sich langsam aber stetig zu einem grossen Schneemann, und der ähnelte - beim Schwanz des Schneefuches - ganz heftig dem Nikolaus.

Das glaubt mir niemand, dachte das Mädchen und laut sagte sie: " Danke lieber Nikolaus."

Der kleine Junge aus dem Park fand unter dem Weihnachtsbaum ein besonders schönes Paket Das komische daran war nur, keiner aus seiner Familie wusste woher es kam. So endet diese Geschichte.

Nein, noch nicht ganz. Der Schlitten wird nächstens renoviert, und der Nikolaus hat da einen Kollegen.

Der vermietet kurzfristig Zugtiere und solche Sachen. Also, Elkie und Renie werden beim nächsten Mal ab und zu Pause machen können.